gemütlich, lecker und angenehm unkompliziert

Huabaoim

Eine kleine, gemütliche Alm mit freundlichen Wirtsleuten, leckerem, günstigem Essen und herrlichem Blick ins Schlierachtal. Ein schöner Abstecher abseits des großen Trubels.

Huabaoim

Wir haben mal wieder ein neues Ziel entdeckt! Was uns an der Huabaoim besonders gefallen hat, sind neben der schönen Lage vor allem die Wirtsleute. Marion und Wolfgang sind ausgesprochen freundlich, herzlich und so richtig gmiatlich – genau so, wie man sich die Bewirtung auf einer kleinen Alm vorstellt. Dazu kommt: Das Essen, verschiedene Brotzeiten und ein Tagesgericht, schmeckt richtig gut und die Preise sind erfreulich bodenständig. Auf der Karte stehen Brotzeiten, kleine warme Gerichte, selbstgemachte Kuchen und natürlich Kaiserschmarrn.

Unser persönlicher Favorit war allerdings der Feuerwehrkuchen. Der hat uns so gut geschmeckt, dass er hier unbedingt erwähnt werden muss. Überhaupt ist die Huabaoim kein Ort, an dem man das Gefühl bekommt, für die schöne Aussicht gleich einen Touristenaufschlag mitbezahlen zu müssen. Hier geht es angenehm unkompliziert zu.

Wer gut zu Fuß ist, kann das Auto unten am Eingang der Zufahrt stehen lassen. Von dort sind es ungefähr 20 Minuten zu Fuß, zunächst entlang der Schlierach. Der Weg ist gemütlich, wird zum Schluss allerdings noch einmal deutlich steiler, bevor man die Alm erreicht. Wer nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist, kann auch mit dem Auto bis nach oben fahren und dort parken. Das ist sicher die bessere Variante, wenn der Aufstieg körperlich schwierig wäre. Und wenn man unten parkt, freut das vermutlich auch die Anwohner, denn die Zufahrt ist nicht gerade für einen großen Parkplatzverkehr gedacht.

Oben angekommen, ist die Lage wirklich idyllisch. Von der Terrasse und aus dem Garten schaut man auf die Wiesen und Weiden oder weit hinunter ins Tal, während ringsum die Berge den passenden Rahmen bilden. Genau diese Kombination aus schöner Aussicht, unkomplizierter Atmosphäre und freundlichen Wirtsleuten macht die Huabaoim für uns zu einem schönen kleinen Abstecher.

Huabaoim

Und vielleicht ist gerade das der Reiz: Die Huabaoim ist kein großes Ausflugsziel, bei dem sich an schönen Tagen die Menschenmassen drängen. Wer einmal abseits der bekannten touristischen Hotspots einkehren möchte, findet hier eine gemütliche Alternative. Eine kleine Wanderung, eine gute Brotzeit oder ein Stück Feuerwehrkuchen – und schon hat man einen ziemlich entspannten Nachmittag.

Aktuell ist die Huabaoim regulär Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Wo früher die Skifahrer an der Alm ankamen

Heute sitzt man auf der Huabaoim gemütlich bei einer Brotzeit und schaut auf die Wiesen hinunter – kaum vorstellbar, dass hier früher mitten in einem kleinen Skigebiet der Liftbetrieb herrschte. Tatsächlich führte der alte Lift bereits vor 1963 direkt von der Huberalm bergauf. 1963 wurde dann der bekannte Huberspitzlift gebaut, dessen Talstation weiter unten lag. Der 320 Meter lange Schlepplift überwand rund 260 Höhenmeter und machte den Hang zu einem beliebten Ziel für Wintersportler.

In den 1970er- und frühen 1980er-Jahren war am Huberspitz richtig was los. Sogar Skischulen aus München organisierten Fahrten nach Hausham, und zeitweise standen die Leute am Lift Schlange. Der Hang hatte allerdings einen ziemlich speziellen Ruf: Wegen seiner Steilheit wurde er „Leopardenhang“ genannt, und unter den Einheimischen hieß es sinngemäß: Wer den Huberspitz herunterkommt, kann überall Skifahren. Besonders kurios ist die Geschichte, wie damals die Piste präpariert wurde: Weil eine Pistenraupe mit dem steilen Gelände ihre Schwierigkeiten hatte, halfen Schüler nachmittags mit und traten den Schnee zu Fuß fest. Als Belohnung gab es für dreimaliges Heruntertreten sogar eine Zehnerkarte.

1991 war dann Schluss mit dem Skibetrieb. Schneemangel, die Kosten und der notwendige technische Aufwand machten den weiteren Betrieb unwirtschaftlich. Vom einstigen Skigebiet ist heute kaum noch etwas zu sehen – und gerade deshalb ist es spannend zu wissen, welche Geschichte hinter der gemütlichen Alm steckt. Die Huabaoim war also nicht nur irgendwann einmal „in der Nähe eines Skilifts“: Die Geschichte von Alm und Skigebiet war tatsächlich eng miteinander verbunden.

Huabaoim